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IM KAMPF GEGEN DEN GEMEINEN HOLZBOCK –
VORBEUGEN VOR ZECKEN

zeckeWelcher Hundehalter kennt das nicht: Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch Flora und Fauna gesellen sich lästige und ausgesprochen unangenehme Zeitgenossen dem Vierbeiner zu.
Einer von ihnen ist Ixodes ricinus, der Gemeine Holzbock, oder schlicht Zecke genannt.
Wie in den Tagesberichten des Bahia Blick bereits mehrfach erwähnt, ist in diesem Frühjahr - der warmen Temperaturen sei Dank- mit einer wahren Zeckenflut zu rechnen. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass bereits Mitte Februar, einer meiner Cocker, nach einem Streifzug durch Kataloniens schöne Natur, das erste Exemplar der Gestalt nach Hause brachte.

Was also tun? Ich bin kein Freund der chemischen Keule, wenngleich mir durchaus bewusst ist, dass dann und wann, diese leider geschwungen werden muss. In diesem Fall gilt das Motte: So spät wie möglich, so oft wie nötig. Um dem aber vorzubeugen, habe ich im Laufe meiner vielen Jahre als Hundebesitzerin, vieles ausprobiert, vorneweg biologische Produkte.
Meine persönliche Bilanz möchte ich Ihnen gerne mitteilen, und bin zeitgleich neugierig auf Ihre Erfahrungsberichte, liebe Leser, die Sie mir, und den vielen anderen Tier-interessierten Lesern des Bahia-Blicks, hoffentlich zuschicken werden!

Zecken sind vor allem im Frühjahr und im Herbst aktiv, das begrenzt die Zeit  notwendiger Präparate. Die Weibchen können beim Blutsaugen gefährliche Krankheiten übertragen. Sie setzten sich bevorzugt am Kopf oder Hals, bei langohrigen Hunden auch gerne in deren Hautlappen, fest. Ideal wäre es, den Hund nach jedem Spaziergang durch Wald und Wiesen genau abzusuchen. Je nach Fellbeschaffenheit und Größe des Hundes, kann sich das allerdings zu einem zeitaufwendigen Prozedere auswirken.

Meine Hunde verbringen viel Zeit in der freien Natur, dementsprechend besetzt sind sie anschließend. Aus meiner, und vieler anderer, Erfahrung weiß ich, dass die Beigabe von frischem Knoblauch ins Futter manche Zecke in die Flucht jagt. Leider gibt es aber immer noch genügend hartgesottene Kandidaten, denen die Ausdünstung der beliebten Mittelmeerknolle nicht das Geringste ausmacht. Eine weitere, wirkungsvolle, biologische Abwehr sind Formel-Z-Tabletten.
Sie sind ein ideales Nahrungsergänzungsmittel für gat & gos, also Katze & Hund, und dienen der Vitamin-B-Versorgung. Diese zeichnet sich durch ihre gesundheitsfördernde Eigenschaft aus. Vitamin B spielt eine zentrale Rolle im Kohlenhydrat-Energie- und Hautstoffwechsel. Das Hautmilieu verändert sich und damit auch der Geruch. 
Der Mensch nimmt die geruchliche Veränderung nicht wahr, die Zecke allerdings tut dies sehr wohl. In der Regel erscheint ihr der Geruch unappetitlich, und sie streicht den vorrätigen Vierbeiner von ihrer Speiseliste. Ein bis zwei Stunden vor dem Spaziergang bekommen die Hunde ein bis zwei Tabletten, so hält sich die Besatzung in einem gut überschaubaren Rahmen.
Wer ganz sicher gehen möchte und die Bioschiene nicht verlassen will, der koppelt das Hefepräparat mit Cayosol, einem natürlichem Spray aus Neem-Öl, Hanfsamenöl und Bisabol. Die Wirkung greift sofort, ist lang anhaltend und hat den zusätzlichen Aspekt der Haut – und Fellpflege.
Für Katzen gibt es zusätzlich einen biologischen Parasitenschutz gegen Zecken, Flöhe und Läuse mit hoher Wirksamkeit, Namens Verminex.

Diese biologischen Präparate liegen in einem preislich gesunden Rahmen.
Den Einsatz von ätherischen Ölen wie zum Beispiel Teebaumöl, sollte man lassen, auch wenn man immer wieder davon hört oder liest. Der Citrusduft stört die empfindliche Nase des Hundes, und vor allem der Extrakt reizt die Haut. Katzen sollten unter gar keinen Umständen in Kontakt mit Teebaumöl kommen, für sie hätte das fatale Folgen!
Auch Zedan, mag der Hund nicht. Hier ist es ebenfalls der Geruch des Citrus-Öl, bei dem sich der Vierbeiner schüttelt. Ungeachtet dessen, war auch der Erfolg in der Zeckenabwehr  dürftig.

Die im Handel üblichen Spot-on-Präparate liegen preislich oft darüber. Sie enthalten chemische Inhaltsstoffe.
Mittel, die synthetische Pyrethroide enthalten (Permetrhrin), können Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit Muskelzucken oder Konzentrationsschwäche hervorrufen. Pyrethroide sind Insektizide. So genannte Kontaktgifte, was bedeutet, tritt das Insekt in Kontakt mit dem Gift, stirbt es ab. Die meisten Halsbänder oder Spot-on-Präparate funktionieren nach diesem Prinzip. 
Hinter den Namen  Proxopur, Flumethrin oder eben auch Permethrin verbergen sich synthetische, insektizide Wirkstoffe. Die Wirkungsdauer dieser Präparate ist unterschiedlich, aber – gerade im Kampf gegen die Zecke – verhältnismäßig schnell erschöpft.
Auch der Wirkstoff Fipronil, der einem gängigen, durch Werbung bekannten, Präparat beigesetzt ist, gehört zu dieser Gruppe.  Fipronil wird in vielen Ländern als Pflanzenschutzmittel verwand. Das Gesetz verbietet den Einsatz von Fipronil bei Lebensmittel liefernden Tieren. Fipronil sollte weder bei jungen, noch bei geschwächten Tieren angewandt werden. Es wirkt tödlich auf Fische, und sollte nicht in die Nähe von Kaninchen, Igel oder Hühnervögel gebracht werden.
Gemeinsam haben die genannten Wirkstoffe, dass sie ihre Wirkungsdauer gegen Zecken nach verhältnismäßig kurzer Zeit verlieren. Somit müssen sie also vermehrt verabreicht werden, will man einen optimalen Schutz über lange Zeit erreichen.

Das Protectorband Scalibor, bietet einen Schutz über 6 Monate und ist die einzige Präventivmassnahme gegen Zecken, Flöhe, die gemeine Stechmücke und gegen die Sand-/Schmetterlingsmücke, Das macht das Halsband interessant. Die Sandmücke ist bekannt und gefürchtet, als  Überträgerin der Leishmaniose.   

Der Wirkstoff Deltamethrin ist ein fettlösliches, synthetisches Pyrethroid. Weltweit gilt Deltamethrin als ein hervorragendes Mittel zur Bekämpfung der Sandmücke. Dank seiner hochgradig fettlöslichen (lipophilen) Eigenschaft, breitet sich der Wirkstoff gleichmäßig über den Fettfilm der Haut des Hundes aus. Das gewährleistet eine langsame und gleichmäßige, sowie äußerst geringe Verteilung. (0,3mg pro Zentimeter des Bandes, pro Tag.)
 Diese minimale Abgabe ist es, die das Halsband so verträglich macht. Es gibt weder Bedenken bei Junghunden (Welpen ab der 7. Woche)oder bei geschwächten Hunden. Sogar säugende Muttertiere können das Protectorband tragen. Der Umgang mit spielenden Kleinkindern ist bedenkenlos.

Deltamethrin gilt weltweit als das beste Mittel gegen die Sandmücke. Die Mücke scheint dadurch ihre Orientierung zu verlieren, und stirbt innerhalb kurzer Zeit ab. Das bedeutet, sie sticht nicht. Tests haben bewiesen, dass auch mit den sensibelsten Methoden, der Wirkstoff nach Tragen des Scalibor-Halsbandes nicht der geringste Nachweis gebracht werden konnte. Das Halsband ist wasser-resistent, das heißt der Hund kann im Meer baden. Sollte allerdings eine gründliche Reinigung mit einem Shampoo von Nöten sein, muss das Halsband entfernt werden, da die Seifenstoffe den Fettfilm entfernen würden.

Scalibor bietet einen optimalen Schutz vor Babesiose, Ehrlichsiose, Borreliose, FSME und der bereits erwähnten Leishmaniose. Und das über einen sehr langen Zeitraum. Sechs Monate ist der Hund optimal gegen Zecken, und die Sandmücke geschützt, gegen Flöhe wirkt es vier Monate.
 
Wer also gemeinsam mit seinem Vierbeiner den Urlaub am Mittelmeer verbringen möchte, und einen ausreichenden Schutz auch vor der Sandmücke haben möchte, der sollte sich für dieses Protectorband entscheiden. Wobei es noch zu erwähnen gilt, dass das Band erst nach zwei Wochen seine volle Wirkung entfaltet, daher sollte es früh genug angezogen werden.
Die berechtigte Angst vor der Sandmücke, zentriert sich übrigens nicht mehr nur auf die südlichen Mittelmeergefilde. Längst hat das Insekt einen Nordwärtskurs eingeschlagen.
Vergleicht man Wirkungsgrad, Wirkungsdauer und Preis miteinander, so liegt das Scalibor-Band mit ca. 18 Euro vorne an.

Mit einem weit verbreiteten Glaube, man müsse die Zecke, hat sie dann doch zugepackt, herausdrehen, möchte ich an dieser Stelle noch aufräumen. Eine Zecke hat kein Gewinde und schwindelig wird ihr auch nicht. Man packt sie vorne am Kopf und zieht sie mit einem schnellen Ruck heraus. Wichtig ist, dass der Kopf entfernt ist. Sollten Sie eine Zeckenzange benutzen, achten Sie darauf, dass diese nicht zu breite Greifer hat. So gelangen sie nämlich an den Körperbereich und drücken den Magen-Darm-Inhalt, inklusive der Krankheitserreger, in den Hund hinein. Auch das Beträufeln mit Öl ist ein Fehlglaube. Die Zecke reagiert darauf mit einem tieferen Verbeißen, anstatt dass sie loslässt.

Ach ja, eines vergaß ich noch zu erwähnen: In meiner ständigen Neugier auf alternative Lösungen zu chemischen Hilfsmitteln, stieß ich auch auf einen Bericht über die abschreckende Wirkung von Bernstein auf das saugende Spinnengetier.
Also bestellte ich flugs für meine drei Cocker drei Halsbänder aus Bernsteinsplittern. Sie sahen wunderschön damit aus, elegant, edel und richtig anziehend. Das fanden die Zecken aber leider auch, und so habe ich sie wieder entfernt, denn was ein echter Cocker ist, der braucht keinen zusätzlichen Schmuck, der ist auch pur schön genug!
S.H.

www.schecker.de  

 




























 

 

 


Unsere Artikel im Einzelnen:

Schokolade – des Menschen Genuss, des Hundes Tod

Verletzungen und Bisswunden

IM KAMPF GEGEN DEN GEMEINEN HOLZBOCK – VORBEUGEN VOR ZECKEN

Im Kampf gegen die Sandmücke – Leishmaniose und ihre Folgen

Achtung giftig - die Raupe des Prozessionsspinners,la processionària

Erste Hilfe bei Insektenstichen

Von A bis Z  -  Naturheilpraxis für Hunde


Leserbriefe





Benvingut , Willkommen bei Pro Gat Ampuria

Wir freuen uns, dass Sie bei uns hereinschauen. Wir betreten heute einen neuen Weg zur Vermittlung unserer Schützlinge ...... +d'infos>>>>


  Wir suchen ein neues Zuhause

1

MAC – wunderschöner, kräftiger, braun- weißer  Pointer, Rüde, ca.2-3 Jahre alt, ist erst seit einer Woche hier, daher ist er noch nicht kastriert.
Er ist temperamentvoll, verspielt und ausgesprochen freundlich zu Mensch und Tier. Mac braucht viel Auslauf, daher wäre ein Zuhause bei sportlichen Menschen, die seine gemeinsame Leidenschaft für viele und lange Spaziergänge teilen, ideal.

2

 LUCKY – Gos d’Atura, (Katalanischer Hirtenhund), Rüde, nicht kastriert.
Lucky trägt derzeit seinen Namen zu Unrecht. Er ist weit entfernt davon glücklich zu sein. Im Gegenteil, Lucky ist kreuzunglücklich.
Sein Besitzer hat ihn nach 7 gemeinsamen Jahren bei uns abgegeben. Dessen neuer Vermieter akzeptiert keine Hunde.
Lucky wäre der ideale Familienhund auch für Familien mit kleinen Kindern. Er ist lieb, verschmust und verspielt gleichermaßen.

 

3

RONNY – schwarz-grau-gescheckter Jagdhundmix, Rüde, ca. 3 ½ Jahre alt, kastriert.
Ronny sucht seit über 3 Monaten ein neues Zuhause. Wahrscheinlich ist es das dunkle Fell und sein stilles Wesen, das ihn schon so lange in der Warteschleife verharren lässt.  An seinem Charakter liegt es nicht:
Ronny ist ausgesprochen lieb, umgänglich mit anderen Hunden und völlig unkompliziert. Ronny braucht viel Auslauf, daher wären auch hier Menschen mit Zeit und Spaß an der Bewegung ideal.


t

 
*SAYA – Terrier –Schäferhund- Mix, Hündin, sterilisiert, 2 Jahre alt.
Saya bekommt ein Sternchen, sie ist ein „Problemhund“. Seit 1 ½ Jahren wartet sie auf ihre Chance. Sie ist vollkommen unkompliziert, lieb und auf Streicheleinheiten bedacht. Saya trägt den Leishmaniose-Erreger in sich. Das bedeutet, sie ist nicht krank und auch keine Gefahr für andere Tiere oder Menschen. Sie ist gesund, braucht auch keine unterstützenden Medikamente. Wir suchen dringend ein liebevolles Zuhause für sie, sie hat es wirklich verdient.

                      

5


SPOT – Cockerspaniel, schwarz-weiss-gefleckt, Rüde, 1 ½ Jahre jung, kastriert. Ein Powerpack, eben ein echter Cocker! Springlebendig und energiegeladen. Idealer Familienhund, braucht viel Auslauf. Freundlich zu Allem und Jedem. Unerklärlich dass er bereits seit drei Monaten bei uns ist.

 

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Lobo. Rüde, Mischling Schnauzer/Schäferhund,  ca. 2 Jahre alt.

Lobo ist ein Fundhund. Er wurde mit abgerissenem Strick um den Hals verletzt und abgemagert aufgegriffen. Dank liebevoller Pflege von Tierfreunden, hat er sich mittlerweile wieder gut erholt. Lobo ist freundlich im Umgang mit anderen Hunden, aber ängstlich im Umgang mit Menschen. Er ist noch nicht kastriert, da er erst kurze Zeit im Tierheim ist.
6


MOPPY –  Cocker-Beagle-Mix, 11 Wochen, ( 26.12.2006) Rüde.
Der heimliche Star im Tierheim! Braun-grüne Augen, eine Nase wie Milchkaffee, braun-weiss-geschecktes Samtfellchen. Die Schlappohren vom Papa, einem Rotschimmel-Cockerspaniel, die Fellfärbung ebenfalls. Bleibt wahrscheinlich kurzhaarig, Dank der  Beagle-Mama. Sanftes Wesen.

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Indy, Cocker-Beagle-Mix. Ein weiteres Schwesterchen von Moppy. Sie ist die Kleinste aus dem Wurf. Verschmust, verspielt und neugierig wartet sie auf ein schönes Zuhause.
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Roddy, Kater, kastriert, ca. 1 ½ Jahre alt.  Roddy ist seit 3 Wochen im Tierheim. Er ist ein ruhiger, freundlicher Zeitgenosse. Roddy wurde von einem Hund gebissen, dadurch ist eine leichte Behinderung an der Hinterpfote zurückgeblieben, die ihn aber nicht wesentlich beeinträchtige. Roddy ist Träger des Leukose-Virus*


(*)

  • Feline Leukose, ein katzenspezifischer Virus, der seinen Namen auf Grund der Tatsache erhielt, dass die Erreger zur Entstehung einer Leukämie führen können. Das passiert aber nur in 20% aller Fälle. Roddy ist gesund und hat ein 80%-ige Chance auf ein langes, und ebenso gesundes, Katzenleben.

Der Virus FeLV erfolgt durch Aufnahme infektiösen Materials über die Schleimhäute. Feline Leukose ist auf Vertreter der Familie der Katzen spezialisiert. Menschen und andere Tiere sind nicht gefährdet. Auch eine gesunde Katze ist nicht einer zwingenden Ansteckung ausgesetzt.