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| Bahia-Blick Nachrichten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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16.02.2008 Vodafone steigt ins Festnetzgeschäft ein Die Vodafone España gab am Ende der Mobilfunkmesse in Barcelona bekannt, sie wolle hier knapp zehn Millionen neue Kunden gewinnen, und zwar ausgerechnet im Festnetzbereich! Das Produkt soll „Vodafone en casa“ (Vodafone zu Hause) heißen und das bisherige traditionelle Telefon durch Mobilfunk ablösen, der noch dazu 24% billiger sein soll als die bisherige Art zu telefonieren. Dabei soll es zwei verschiedene Tarife geben: 15 Euro monatlich für eine beibehaltene Festnetznummer einschließlich aller Inlandsgespräche. Der zweite Tarif betrifft Menschen, die keine Festnetznummer haben wollen. Bei denen verwandelt sich die Mobilfunknummer in eine feste Nummer, wenn die Inhaber sich zu Hause aufhalten. Das kostet drei Euro monatlich und die Anrufe innerhalb Spaniens ab zu Hause kosten einen Cent pro Minute. Der Vorteil: die Mobilfunknummer braucht nicht verändert zu werden und man braucht auch keine neue Linie. Der Umsatz, den sich Vodafone von den neuen Produkten verspricht, wurde in Branchenkreisen auf 4.000 Millionen Euro pro Jahr geschätzt.
Täglich nach Singapur Die Singapore Airlines setzt ganz stark auf die Stadt Barcelona. Nach anfänglichen sporadischen Flügen zwischen Madrid und diesem kleinen fernöstlichen Inselstaat will die moderne Fluggesellschaft jetzt die Verbindung nach Katalonien immer stärker ausbauen. Innerhalb von nur anderthalb Jahren gelang es der Fluglinie, ihr Wochenangebot von vier auf sieben Flüge auszuweiten. „Wenn das Angebot da ist, kommt am Ende auch die Nachfrage“, sagte Stephen Forshaw jetzt vor der Presse. Allerdings gebührt das Verdienst nicht allein den Katalanen. Die Boeing 773ER, die diese Route befliegt, macht in Mailand Zwischenstation und dort steigen die meisten Passagiere zu. Ingesamt beträgt die Auslastung dieser Grossmaschine bereits 80%. Singapore Airlines ist jetzt die wichtigste asiatische Fluglinie und Changi, der dortige Flughafen, wurde ein Drehkreuz für Flüge zwischen Asien und dem Pazifik, Europa und Nordamerika.
Die Infanta amüsiert sich Vor drei Monaten trennte sich die älteste Tochter von König Juan Carlos und Doña Sofía , die Infanta Elena, von ihrem adeligen Ehemann Jaime de Marichalar. Jetzt machte eine bekannte spanische Illustrierte mit einem Bericht der Infanta auf, wie sie sich beim Skilaufen in den Pyrenäen amüsiert. Ein Großfoto zeigt sie – wenn auch nahezu unkenntlich unter Helm und Sonnenbrille –wie sie einen Mann umarmt und küßt. Die Journalisten des Magazins ließen denn auch nicht locker, ehe sie die Identität des Mannes herausgefunden hatten: er ist ein Militärpilot und angeblich „schon immer ein Freund der Königsfamilie“ gewesen. Die spanische Presse ist vorsichtig im Umgang mit den Vertretern der Monarchie und nannte daher den Namen des Glücklichen nicht, der sich der Huld der Prinzessin erfreut. Die Infanta – so heißen die Prinzessinnen in Spanien - schien sich nichts daraus zu machen, dass eine Wolke von Journalisten mit Kameras auf der Piste war, um ihr aufzulauern, ja, sie schien das Spektakel zu genießen. Nun ist es ja so, dass viele getrennt lebende Paare – siehe Sarkozy in Frankreich – ihrem untreu gewordenen Partner beweisen wollen, dass sie auf dem Sexmarkt noch gefragt sind und tappen dabei unverzüglich in die Falle einer neuen Liebelei. Dass die ernste Elena mit dem strengen Zopf im Nacken aufgelebt ist, seit sie von dem halbinvaliden Marichalar getrennt lebt, das bewiesen auch andere Berichte der sogenannten Herzenspresse. So überraschte sie mit strahlendem Lachen und einer hocheleganten Lockenfrisur bei einem offiziellen Anlaß, bei dem damals sogar noch Ehemann Jaime neben ihr stand. Eine Volksweisheit sagt: „wenn eine Frau die Frisur wechselt, hat sie Lust, ihren Mann zu betrügen.“ Darin sind Prinzessinnen, Infantas oder Monarchentöchter wohl doch auch nicht anders als gewöhnliche Sterbliche… Die „Infarkt“presse, wie man die großen Magazine hierzulande nennt (wobei vermutlich Neid über deren gigantische Auflage mitspielt), wird der joven separada Elena sicherlich auf den Fersen bleiben. Angelika Eisenführ
Duran Lleida operiert Die katalanistische Partei CiU hatte so sehr auf ihn gehofft: Josep Antoni Duran Lleida, der innerhalb dieser Parteienkoalition als der ruhende Pol und ausgeglichenste Politiker galt. Nun wurde er mit einem bösartigen Tumor in der Lunge ins Krankenhaus eingeliefert und operiert. Obwohl die Ärzte ihm eine „totale Gesundung“ vorhersagten, dürfte er doch im Wahlkampf, der am 22. Februar in das akute Stadium tritt, kaum eine Rolle spielen. Die politischen Gegner leckten sich bereits die Lippen: was den anderen schwächt, stärkt die eigene Mannschaft. Die CiU hatte mit Expräsident Jordi Pujol 23 goldene Jahre erlebt und findet sich bisher mit der Oppositionsrolle schwer ab, die ihr die Dreierkoalition von Sozialisten, Grünen und ERC in Barcelona zugewiesen wurde. Fest steht, dass die Politiker in Madrid zunehmend nervös werden, was Katalonien als Stimmenvorrat für die eine wie die andere Seite bereithalten mag.
Streikaufruf von Batasuna kein Erfolg Angesichts des möglichen Verbots der Nachfolgeorganisationen der baskischen Partei Batasuna, die bereits vor vier Jahren für illegal erklärt wurde, riefen die Spitzenvertreter von Batasuna zu einem Generalstreik im Baskenland auf. Dieser fand jedoch am Donnerstag nur ein schwaches Echo. Die baskische Regionalpolizei Ertzaintza nahm 24 Demonstranten fest, darunter sogar zwei Ortspolizisten. Es gelang den Demonstranten nicht, den Verkehr auf den wichtigsten Strassen lahmzulegen. Dennoch kam es zu zahlreichen Zwischenfällen und Akten von Strassenvandalismus.
Rekordverkauf von AVE-Tickets Wenn der Hochgeschwindigkeitszug AVE am kommenden Mittwoch, den 20. Februar wirklich kommt, wird er sofort voll besetzt sein. Über 14.000 Tickets wurden über das Internet in beide Richtungen verkauft: Barcelona – Madrid und Madrid – Barcelona. Dabei waren noch nicht mit eingerechnet die Verkäufe und Reservierungen durch Reisebüros und an den Bahnschaltern selbst. Allein die Website www.renfe.com wurde an dem ersten Verkaufstag der Bahnfahrscheine 84.000 mal aufgerufen. Die Bahnleitung stellte auch schon den ersten Koch mit Michelin-Stern vor, der die zukünftigen Gäste an Bord dieser hochmodernen Züge bewirten soll. Da es in den beengten Verhältnissen eines Waggons schwierig sein dürfte, aufwendig zu kochen und noch schwieriger, die Gerichte dann auch noch heiß bis zum Endverbraucher zu transportieren, hat sich der junge Koch Jordi Cruz für gesunde, leichte und in vielen Fällen kalte Teller entschieden. Wegkommen will er von dem herkömmlichen „Essen an Bord“, das meist aus luftdicht verpackten Industriewaren bestand und hin zu „Gastronomie an Bord“. Die soll auch schönen Schein einschließen: Porzellangeschirr statt Plastikteller, echtes Besteck statt Plastikgabeln, Stofftischdecken statt Papieruntersetzer. Das zukünftige „Mittagessen exprès“ besteht kalorienbewusst nur aus einem einzigen kalten Teller mit viel Salat und kalten Gemüsen, während das „Gourmetmittagessen“ ein Vorgericht und zwei zur Auswahl stehende warme Hauptgerichte bietet. Aber auch für die schnellen Brötchenesser an der Bar wird in Zukunft besser gesorgt als bisher: schicke Verbindungen auf pan con tomate, viel Salat zwischen den Sandwichscheiben und raffinierte Gewürze. AE
Die Polizei mit Olivenöl bestechen Er war sturzbetrunken am Steuer seines Autos mitten auf der C-45 bei Maials (Segrià) eingeschlafen. Ein Mann, er zu früher Morgenstunde im Auto unterwegs war, konnte dem stehenden Fahrzeug gerade noch gerade rechtzeitig ausweichen und alarmierte die Polizei. Die Mossos rückten denn auch sofort aus, um das Verkehrshindernis in Augenschein zu nehmen. Sie waren nicht schlecht erstaunt, als der Betrunkene wieder zu sich kam und den Beamten anbot, sie mit einigen Kanistern Olivenöl zu entschädigen, wenn sie den Vorfall nicht zu Protokoll nehmen, sondern „einfach vergessen“ würden. Als die Mossos nicht darauf eingingen, bot der Betrunkene, der nach Alkohol roch, kaum die Augen offenhalten konnte und nur stockend brabbelte, noch an, knapp dreitausend Euro zu bezahlen, die er bei sich trug. Auch dies ließ die Polizeikräfte kalt. Um die Punkte im Führerschein des 44jährigen Mannes dürfte es geschehen sein.
15.02.2008 Wieder Busstreik in Barcelona Nach den ersten Warnstreiks am Dienstag, die mit drei verletzten Busfahrern endeten, drohen die Beschäftigten dieser Branche damit, vom 3. bis 7. März und danach ab dem 13. März jeden Donnerstag zu streiken. Es geht dabei um die Forderung der Busfahrer, pro Woche zwei ganze freie Tage zu bekommen. Die Streiks vom 3. bis 7. März liegen unmittelbar vor den Parlamentswahlen am 9. März und sollen wohl auch die Stimmung der Bevölkerung beeinflussen. Der Streik vom Dienstag dauerte von 11.00 Uhr vormittags bis um 17.00 Uhr nachmittags und wurde nach Gewerkschaftsangaben von 85 bis 90 Prozent des Buspersonals befolgt. Die Streikenden widersetzten sich der Forderung der Arbeitgeberseite, sich den zweiten freien Tag mit Überstunden an den gewöhnlichen Werktagen zu verdienen oder eine Lohnminderung in Kauf zu nehmen.
Immer mehr billige Medikamente Seit vor zehn Jahren das erste Generikum auf den Markt kam, um Aidspatienten zu versorgen, hat sich die Zahl der Medikamente stark erhöht, die ebenso effizient sind, aber wesentlich billiger hergestellt werden können als Markenprodukte, weil die Patentfristen abgelaufen sind. Inzwischen gibt es davon in Spanien rund 140 Wirkstoffe im freien Verkauf. Das sind 6,6 Prozent des Gesamtumsatzes. Nach ersten Schätzungen der staatlichen Gesundheitsbehörden hat die Einführung dieser Generika dem Staat Ausgaben in Höhe von 7.850 Millionen Euro erspart. Denn diese Medikamente sind um rund die Hälfte billiger als die Markenprodukte. In Spanien ist die Firma Radiopharm führend in der Herstellung von Generika. In Europa werden bereits im Durchschnitt 12 Prozent der verkauften Medikamente von Generika gestellt. In den USA sind es sogar 63Prozent und in Deutschland noch immerhin 45 Prozent.
Neue Flughafenbasis in Reus Der Billigflieger Ryanair will ab Oktober dieses Jahres auch von Reus (Provinz Tarragona) aus operieren und die wöchentlichen Flüge damit spätestens im Jahr 2010 von 48 auf 93 steigern.. Reus soll die zweite Basis in Katalonien nach Gerona werden. Insgesamt unterhält Ryanair in Spanien fünf Basisstationen. Die irische Gesellschaft wird die Flotte um zwei Boeingmaschinen erweitern, die 118 Millionen Euro kosten. Künftig soll es Verbindungen nach Paris, Palma de Mallorca, Santander, Santiago de Compostela und Sevilla geben. Nach ersten Schätzungen könnte der Flughafen Reus in Zukunft rund eine Million Passagiere pro Jahr abfertigen und damit der Gegend ein Touristikaufkommen von etwa 150 Millionen Euro Wert bescheren. Der Ausbau des Flughafens Reus wird in den nächsten vier Jahren 200 Millionen Euro in Anspruch nehmen.
Der Polizei auf die Finger schauen Nach Anzeigen von Bürgern, die von den Mossos in Barcelona festgenommen und bei der Einvernahme auf dem Polizeirevier misshandelt worden waren, hat der Staat reagiert. So wurden die 35 Arrestzellen des großen Polizeireviers Les Corts im Zentrum von Barcelona mit Videokameras ausgestattet, um jederzeit überprüfen zu können, wie die Beamten sich im Umgang mit Festgenommenen verhalten. Im Frühjahr letzten Jahres waren fünf Mossos zeitweise vom Dienst suspendiert worden, weil bei versteckten Kameraaufnahmen Mißhandlungen festgestellt worden waren. Diese Beamten warten jetzt auf ihren Prozeß. Die meisten Polizisten begrüßten die Einführung der Videoüberwachung. Damit könnten sie sich gegen falsche Vorwürfe schützen, sie hätten Festgenommene ungebührlich behandelt. Immer wieder nämlich beschuldigen Menschen, die sich plötzlich in Polizeigewahrsam sehen, die Beamten, sie hätten sie schlecht behandelt oder gar geschlagen.
Erste Droge „khat“ beschlagnahmt In Lateinamerika stillen viele arme Bauern ihren Hunger damit, dass sie an Cocablättern kauen; sogar schreiende Babies werden damit gestillt. In Afrika übernimmt diese Rolle das sogenannte „khat“, die Sprößlinge eines Strauches, der zwischen Kaffeeplantagen in Ostafrika wächst und gegen Hungergefühl und Müdigkeit wirkt. Allerdings enthält die Pflanze zwei Stoffe, die von der UNO als Droge bewertet wurden und daher in vielen Ländern verboten sind. Jetzt stellten die Mossos d’Esquadra erstmals eine Ladung dieser Droge sicher. Die Sendung sollte nach New York gehen. Innerhalb Spaniens wurde bisher noch kein Fall von Konsum von „khat“ bekannt. Es gilt als „die Droge der Armen“ und führt nach mehreren Stunden Kauen auf den Schößlingen zu euphorischen Gefühlen eines gesteigerten Selbstbewußtseins. Die jetzt sichergestellte Sendung bestand aus zwei Kisten mit 24 Kilo „khat“ und waren an ein Hotel in New York adressiert.
Iranische Ausstellung in Barcelona Unter dem Titel Gráfica iraní gibt es in Barcelona eine Ausstellung von 32 Werken iranischer Designer zu sehen. Es handelt sich um Plakate, die den Konflikt zwischen Tradition und Moderne im ehemaligen Persien nachweisen, der noch nicht endgültig gelöst scheint. Die Schöpfungen zeigen die Eleganz und Raffinesse iranischer Künstler. Seit dem 14. Jahrhundert hat diese Kunst zwischen Zeichnung, Grafik und Bildern Tradition. Die Ausstellung, die allerdings nur die Zeit von 1970 bis 2006 umfasst, ist in der Casa Asia angesiedelt, und zwar auf der Avenida Diagonal Nr. 373. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten von 10.00 bis 14.00 Uhr. Noch bis zum 13. April.
Konsumsteigerung schwächt sich ab Im letzten Jahr nahmen die Ausgaben der Spanier für Basisgüter um 5,5 Prozent zu. DieBoomjahre davor allerdings ließen diese Zunahme als bescheiden erscheinen, denn sie war die schwächste seit 2001. Aber kann es denn immer nur Rekordjahre in Produktion und Konsum geben? Insgesamt gaben die Spanier die stolze Summe von 64.200 Millionen Euro für ihre elementare Versorgung aus. Insgesamt nahmen die Kosten nach Fachschätzungen für den Einkaufskorb um 3,3 Prozent zu; das waren 8 Punkte mehr als noch 2006. Spanien hat derzeit 250.000 Bars und Restaurants, sodass statistisch gesehen auf je 185 Einwohner ein Gastronomiebetrieb kommt. Jedes Jahr steigt die Zahl dieser Etablissements um ein Prozent. Dagegen nimmt der Konsum von alkoholischen Getränken in diesen Bars und Lokalen ab: 5,7 Prozent weniger Wein und Aperitif, über sechs Prozent weniger Whiskey und Gin. Dagegen konnte sich das Bier mit 1,7% mehr Konsum behaupten. Man geht davon aus, dass die Einführung des Punkteführerscheins dafür gesorgt hat, dass die Autofahrer sorgfältiger darüber nachdenken, was sie trinken, bevor sie sich ans Steuer setzen.
14.02.2008 In zehn Minuten nach Gerona Wenn die Pläne der katalanischen Regierung genehmigt werden und finanzierbar sind, soll es in den kommenden vier Jahren neue Hochgeschwindigkeitszüge auch für Strecken innerhalb des Autonomiegebietes Katalonien geben, nicht nur für Langstrecken. Das Hohe Ampurdan, so hofft man in Barcelona, soll dann für alle Bürger schneller erreichbar sein als bisher. So soll sich beispielsweise die Strecke Figueras – Gerona auf eine Fahrzeit von zehn Minuten verkürzen. Gleichzeitig denkt man an eine Modernisierung der Autobusflotte, die unter dem Namen „bus exprés“ zu Stosszeiten alle 30 Minuten die beiden Ortschaften verbinden soll. Dieser Plan für eine bessere Mobilität sieht des Weiteren Hochgeschwindigkeitsverbindungen auch nach Barcelona, Vilafranca del Penedès, Tarragona und Lerida vor. Diese Züge sollen mit 220 Stundenkilometern rollen. Dann wird Barcelona von Figueras aus in einer Dreiviertelstunde erreichbar sein. Noch muß man dafür eine volle Stunde mehr rechnen.
Zweite Mülltrennungsanlage für Figueras Mit 2.200 Tonnen weiterzuverarbeitender Abfälle hat die Mülltrennungsanlage von Figueras ihre Spitzenkapazität erreicht. Da die Stadtverwaltung mit weiter anschwellenden Müllbergen rechnet, erhob sich nun die Frage, ob man die bestehende Installation ausbaut oder gleich eine zweie Anlage dieser Art an einem anderen Ort errichtet. Sollte man sich für einen Neubau entscheiden, so der Sachverständige im Magistrat, müsse diese neue Anlage gleich größer dimensioniert werden als die bereits bestehende. Ausserdem müßten die Öffnungszeiten dann verlängert werden, damit alle Bürger von dieser Art der Mülltrennung Gebrauch machen könnten.
Die Stadt Rosas erbt ein Haus Anna Marès, bekannt als „die Anita von dem Tabakladen“ machte kurz vor ihrem Ableben ein Testament. Sie, die den größten Teil ihres Lebens in einem Haus an der Ecke zur Plaza Sant Pere verbracht hatte, vermachte es der Stadt Rosas. Sie war nämlich unverheiratet geblieben, hatte keine Kinder und auch keine sonstige Familie. Das mitten im Zentrum von Rosas gelegene Haus mit Erdgeschoß und zwei Obergeschossen verfügt über mehrere Wohnungen, die bis zum Tode der „Anita von dem Tabakladen“ vermietet waren. Bürgermeisterin Magda Casamitjana zeigte sich hocherfreut über die Erbschaft für ihre Ortschaft, wollte die Mieter aber nicht verunsichern. Es sei nicht daran gedacht, sie aus dem Haus zu vertreiben, obwohl es bereits Vorstellungen darüber gibt, wie das geräumige Haus für gesellschaftliche und kulturelle Zwecke genutzt werden könnte. Anna Marès, die hochbetagt starb, hatte ihren bescheidenen Wohlstand in den sechziger und siebziger Jahren erworb en, als es in ganz Rosas erst zwei „estancos“, also Tabakläden gab. Zu Francos Zeiten war der Tabakverkauf Staatsmonopol, weshalb auch heute noch offizielle Formulare wie beispielsweise genormte Mietverträge in solchen Tabakläden erhältlich sind. Die bis ins hohe Alter klardenkende Frau hatte in dem Testament noch erwähnt, sie habe ihre Freunde dazu angehalten, darüber zu wachen, dass ihr Wunsch nach einer sinnvollen Weiterverwendung des Hauses auch erfüllt werde.
Spanien „Land der Pfuscharbeit“ Es ist schon einige Jahre her,da brachte die hoch angesehene Zeitung La Vanguardia eine achtseitige Beilage mit dem selbstkritischen Titel: „Spanien Land der Pfuscharbeit“. In schwindelerregender Folge wurden dort die Fehler, Mängel, Irrtümer, Nachlässigkeiten, kurz der Pfusch aufgezeigt, der in Spanien auch nach Francos Ableben noch eine Zeit der Hochblüte erlebte. An diese Artikelserie wurde man erinnert, als man letzte Woche las, dass in Llança ein Mitglied der Gartenpflegebrigade der Gemeinde am Parkplatz Rafael Estela zwei Bäume gefällt hat, obwohl er nur einige Äste zurückschneiden sollte, die den Verlauf einer Telefonlinie behinderten. Eine hochgewachsene Zeder und eine üppige Platane mußten dran glauben, weil der Angestellte offenbar die Verben „tallar“ (fällen) und „podar“ (beschneiden) nicht unterscheiden konnte. Pere Vila, der Bürgermeister von Llança mußte in einer Plenarsitzung des Magistrats öffentlich um Entschuldigung für den Irrtum bitten.
Brücke von San Pedro muß saniert werden Erst untersagte die katalanische Wasserbehörde ACA den Wasserskisport auf der Fluvia, dann kam die Segelschule dran und auch an dem Hafenbecken mit den kleinen Booten der Anlieger von San Pedro Pescador wurde herumgemäkelt. Man tat also behördlicherseits vieles, um Touristen abzuschrecken. Nun beschwerten sich die Geschäftsleute dieser idyllischen Ortschaft über mangelnde Attraktivität für Besucher und dafür machten sie in erster Linie den schlechten Zustand der Brücke über die Fluvia verantwortlich. Nun ist es wahr, dass dort erst vor wenigen Wochen offenbar ein schweres Fahrzeug durchbrach, denn die Leitplanke war über eine gefährlich große Strecke hin abgerissen und die blau-weissen Sperrbänder der Lokalpolizei hätten wohl kaum verhindert, dass ein Kind sie durchbricht und in die Tiefe stürzt, doch alles Elend der mangelnden Umsätze im Ort auf den Brückenzustand zurückzuführen, dürfte doch wohl etwas zu kurz argumentiert sein. Andererseits liegen jenseits der Brücke nicht weniger als sieben Campingplätze, von denen viele schon in den sechziger Jahren entstanden und noch heute im Sommer überfüllt sind, sodass die Idee, diese bei einer Sanierung finanziell mit heranzuziehen, vielleicht nicht ganz absurd wäre. Die für diese Fragen zuständige junge Frau im Stadtrat von San Pedro empfahl den Geschäftsinhabern denn auch, sich zu einer Vereinigung zusammenzuschliessen, um ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen.
Der Wahnsinn hat Methode Ausgerechnet die rechtslastige PP-Präsidentin des Autonomiegebietes Madrid, Esperanza Aguirre, hat jetzt vorgeschlagen, in der spanischen Hauptstadt eine katalanische Schule einzurichten. Jawohl, in der Grundschule in Madrid sollen die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren ab dem nächsten Schuljahr auf Katalanisch unterrichtet werden, sofern bei den Eltern der Wunsch danach bestehe. Es gehe darum, so Aguirre, „die Freiheit der Eltern zu respektieren, die Sprache zu wählen, in der ihre Kinder erzogen werden sollen, wie das auch in Katalonien geschehen sollte“. Die Pläne der ehrgeizigen Politikerin, der man eine geheime Sehnsucht nach dem Amt der Ministerpräsidentin von ganz Spanien unterstellt, waren bei ihrer Rede im Vorwahlkampf bereits sehr weitgehend durchdacht. So soll das virtuelle neue Institut den Namen „Präsident Tarradellas“ erhalten, desjenigen alten Katalanen im französischen Exil, der erst nach Francos Tod nach Barcelonas zurückkehren konnte und einige Jahre lang Präsident von Katalonien wurde, nachdem die Demokratie wiederhergestellt war. Esperanza Aguirre wies darauf hin, dass es in Madrid eine große katalanische Gemeinde gebe, deren sprachliche Wünsche man berücksichtigen müsse. Die katalanische Schule, sofern sie jemals eröffnet wird, denn Aguirre machte dies ausdrücklich von einer genügenden Anzahl von elterlichen Einschreibungen abhängig - , dürfte das Autonomiegebiet Madrid in weitere finanzielle Schwierigkeiten stürzen, denn selbstverständlich, so Aguirre, werde man dann die notwendige Anzahl von Katalanischlehrern einstellen, „wie viele es auch sein mögen“. Politische Beobachter werteten die Äußerungen der Juristin mit dem Einserexamen dahingehend, dass sie damit ihrem Parteikollegen Javier Arenas, der für die PP in Andalusien kandidiert, eins auswischen wollte, denn dieser hatte nun gerade den Sozialisten Chaves, ebenfalls Kandidat bei den kommenden Wahlen, aufgefordert, aus seinem Parteiprogramm die Forderung nach Unterricht in den Regionalsprachen Galizisch (galego) Baskisch (euskera) und Katalanisch zu entfernen, da dies „die Gleichheit der Rechte in Gefahr bringt“. „Espe“,wie die ehrgeizige Autonomiepräsidentin von Freund und Feind genannt wird,ist entschlossen, keine Nebenbuhler zu dulden. So hatte sie erst vor wenigen Wochen den allseits beliebten und kultivierten Bürgermeister von Madrid, Alberto Ruiz-Gallardón, aus dem Rennen geworfen, als dieser sich darum bemühte, auf der PP-Listen gleich hinter dem Spitzenkandidaten Mariano Rajoy zu rangieren. Man sieht, die Sprachenpolemik eignet sich trefflich für Wahlkämpfe und „Espe“ wird schon wissen, dass die Nachfrage nach Katalanischunterricht im Herzen von Spanien minimal sein wird – ebenso minimal, nebenbei gesagt, wie sie in Katalonien selbst wäre, hätten die Eltern nur die Möglichkeit einer Wahl! Daher übrigens auch der vergiftete Nebensatz in der Rede der Politikerin mit Hinweis auf die Freiheit der Sprachenwahl: …“wie es auch in Katalonien sein sollte“. Nachtijall, ick hör dir trappsen, sagt in so einem Fall eine alter Berlinerin wie ich. Angelika Eisenführ
Valentinstag! Denken Sie daran, es ist Valentinstag, der Tag der Verliebten. Der Tag der Blumen und jungen Pflanzen! Gönnen Sie sich ein solches Gedenken, auch wenn die Zeit des Herzklopfens schon etwas länger zurückliegt. Sie wissen doch: auch Geschenke an sich selbst machen Freude. Und gerade jetzt sind die Pflänzchen, die sich für Garten und Balkon eignen, billig und die Zeit für das Einpflanzen günstig. Es kommt nämlich bald Regen! 13.02.2008 Lauter schwarze Männer 50.000 schwarze Anzüge und korrekte Krawatten bevölkern in diesen Tagen zusätzlich das ohnehin umtriebige Barcelona. Es sind die Teilnehmer an der weltgrössten Messe für Mobiltelefon, des Mobile World Congress. Ihretwegen ist bis nach Sitges hin kein Hotelbett mehr frei und die Preise, um das müde Haupt zu betten, schossen in die Höhe. Bis zum Valentinstag am Donnerstag haben Taxifahrer, Restaurants und sogar die Museen einen Rekordandrang zu bewältigen. Lange Schlangen mit Absperrungen vor dem Messegelände kanalisierten die Massen von Schwarzröcken so einigermaßen, sodass am Ende doch jeder zu seiner Akkreditierung kam. Gottlob gab es ja, um die lange Wartezeit zu überbrücken, jenes kleine handliche Teil, um dessentwillen man nach Spanien gereist war: das Handy. Viele Ausländer begrüßten die milden Temperaturen in der katalanischen Metropole und entledigten sich rasch ihrer dunklen Jacketts, sodass mit der Zeit doch etwas Farbe in die Menge kam. Die zahlreich erschienenen Politiker zeigten sich übrigens nicht geschickter im Umgang mit den modernen Telefon-Foto-Film-Agendas mit Rechenmaschine und SMS-Botschaften, sondern behaupteten mehrheitlich, es gehe ihnen nur darum, Telefonate führen und empfangen zu können. Der ganze zusätzliche Schnick-Schnack mit Megapixeln, Wifi, bluetooth und Megabites liess die hohen Herren weitgehend kalt. Sogar der Bürgermeister von Barcelona, Jordi Hereu, in dieser Funktion Gastgeber der Mobil-Messe, gab unumwunden zu, dass sein Gerät unendlich viele Funktionen biete, „aber ich weiß nicht, wie es geht“. Damit dürfte er nicht alleine dastehen.
Spektakulärer Unfall Im Barcelonaer Stadtteil Born ereignete sich ein schweres Unglück, von dem man kaum glauben konnte, dass es keine Toten und Verletzten hinterließ. Ein schwerer Kranwagen war dabei, einen voll beladenen Container zu heben, als die Hydraulikstützen des schweren Fahrzeugs versagten. Das Gewicht des Containers riess den Lastwagen um, sodass der Kran in ganzer Länge auf die Strasse stürzte und mehrere geparkte Fahrzeuge unter sich begrub. Bei dem Sturz wurde eine Ziegelmauer eingerissen, die eine Grossbaustelle um den alten Markt Born abschirmte. Die umherfliegenden Trümmer verursachten in der Umgebung leichte Materialschäden. Es grenzte an ein Wunder, dass weder Autos noch Fußgänger zum Zeitpunkt des Vorfalls auf der Strasse waren. Auch die Arbeiter innerhalb des Baugeländes blieben unverletzt.
Mehr Drogendelikte am Flughafen Prat Im vergangenen Jahr wurden am Flughafen Barcelona-Prat 164 Personen unter dem Verdacht des Drogenhandels festgenommen. Das waren 62% mehr als noch ein Jahr zuvor. Es waren 36 Spanier, 16 Nigerianer, 11 Brasilianer, 9 Menschen aus Venezuela, 8 Argentinier und 7 Holländer. Die Guardia Civil stellte dabei fast 900 Kilo Kokain und sechs Kilo Heroin sicher. Die meisten Drogen waren in doppelten Böden von Koffern versteckt, aber auch die Leibwäsche wurde oftmals mit Drogen getränkt und dann in Schuhe gestopft. Auch in Schachbrettern, PCs, Video-Konsolen und sogar in den Stäben von Hängematten wurden Drogen auf die Reise geschickt.
Der AVE kommt am 20. Februar Die Ministerin für Öffentliche Arbeiten gab am Dienstag offiziell bekannt, dass der seit langem erwartete Hochgeschwindigkeitszug AVE zwischen Madrid und Barcelona am 20.Februar kommt. Nach monatelanger Verspätung und viel Schelte der Katalanen gegen die aus Andalusien stammende Magdalena Alvarez soll es nun also in etwas mehr als einer Woche so weit sein: der AVE wird leise zischend in Barcelona-Sants einlaufen.12.02.2008 Autoreifen weiterverwerten Spanien produziert pro Jahr rund 250.000 Tonnen alte Autoreifen. Die Hälfte davon landete bisher auf Müllkippen ohne Weiterverarbeitung. Andere Teile wurden verbrannt, ohne Rücksicht auf die dabei entstehenden Schadstoffe. Die EU erließ schon im Jahre 1999 eine Vorschrift, die die Entsorgung auf normalen Müllhalden verbot. Jetzt hat Südspanien für eine moderne und umweltschonende Weiterverarbeitung dieser enormen Menge alter Autoreifen gesorgt. In der Provinz Jaen entstand ein Werk, das pro Jahr schon einmal 18.000 Tonnen Rohmaterial weiterverarbeitet. Die Reifen werden so zerkleinert, dass sich der vulkanisierte Kautschuk, der Stahlanteil und die Fibern trennen. Das daraus entstehende Material hat Pulverform oder ist feines Granulat und kann für Bodenbeläge von Sportplätzen einschließlich Tennishallen verwendet werden. Auch ist es ein gutes Mittel zur Lärmdämmung, für rutschfreie Böden und sogar zur Befestigung öffentlicher Strassen. Denn dieser aufbereitete Rohstoff hat eine große Festigkeit. Das Werk in Jaen hat 5,1 Millionen Euro gekostet und 16 Arbeitsplätze geschaffen. Die Werksleitung beteuert, dass der Aufbereitungsvorgang absolut umweltschonend sei und keinerlei Verschmutzung mit sich bringe. Das Beispiel wird angesichts des stetig steigenden Anfalls von ausgemusterten Autoreifen sicher Schule machen, sodass auch außerhalb Andalusiens ähnliche Werke entstehen dürften.
100 Jahre Musikpalast Der Palau de la música catalana feierte am Wochenende in Barcelona seine ersten hundert Jahre des Bestehens. Das Jugendstilgebäude, über dessen Geschmack man trefflich streiten könnte, wurde aus diesem Anlaß für die Bürger zur freien Besichtigung zugelassen. In der calle de Sant Pere més Alt gelegen, erinnert es an den katalanischen Architekten Lluís Domènec i Montaner, der das Haus im Jahre 1908 fertigstellte. Eine Gruppe von Künstlern, Komödianten und Musikern ermunterte das zunächst spärlich vertretene Publikum, an besonderen Tischen vor der Fassade des Palastes jeweils eine Postkarte mit guten Wünschen für die Zukunft des Palau zu hinterlassen. Es folgten Auftritte der Gruppe Comedians in farbenprächtigen Trachten und Gewändern, aber auch ernsthafte Ansprachen von Bürgermeister Jordi Hereu und José Montilla, dem Präsidenten Kataloniens. Die Reden machten deutliche Anspielungen an den Palast als Symbol katalanischer Identität, was nicht von allen Zuhörern gern gehört wurde. Den krönenden Abschluss eines mit Kulturereignissen vollgepackten Tages bildete am Abend Haydns Meisterwerk „Die Schöpfung“, dirigiert von Adam Fischer an der Spitze des Orfeo Català, des Österreichisch-Ungarischen Symphonieorchesters und dreier ausgesuchter Solisten: der Sopranistin Veronica Cangemi, des Tenors Roberto Saccà und des Baritons Thomas Quasthoff.
LKW mit Diesel geklaut Um sich Drogen zu beschaffen, hat ein Mann vor einigen Tagen auf der Autobahn A-2 einen mit 4.000 Litern Diesel beladenen Tankwagen an sich gebracht. Der Fahrer des Lasters hatte die Schlüssel stecken lassen, weil er nur schnell an einer Raststätte ein Getränk zu sich nehmen wollte. Als er die Raststätte verließ, bemerkte er sofort, dass der LKW verschwunden war und alarmierte die Polizei. Diese konnte den Täter wenig später festnehmen. An Bord des gestohlenen Lasters befanden sich ein Computer, ein Drucker sowie ein Fotoapparat, von denen die Polizei meint, der Täter habe sie bei einem früheren Diebstahl erbeutet.
Mit 212 Sachen über die Autobahn Die Mossos nahmen eine Frau fest, die auf der Autobahn AP-2 in La Bisbal del Pendès mit 212 Km/h raste. Auf eine solche Verkehrsgefährdung steht nach der neuen KFZ-Ordnung in Spanien Gefängnis zwischen drei und sechs Monaten beziehungsweise die Verpflichtung zur Absolvierung einer Anzahl Stunden gemeinnütziger Tätigkeit. Ein junger Mann wurde erwischt, als er auf einer Landstrasse mit zugelassener Höchstgeschwindigkeit von 100 Km/h mit 182 Km/h unterwegs war. In beiden Fällen können die rücksichtslosen Fahrer ihren Führerschein für ein bis vier Jahre verlieren.
Qualleninvasion befürchtet Kaum hatten wir sie im letzten Sommer aus den Augen verloren, hatten wir sie auch schon vergessen – gemäss dem Sprichwort: Aus den Augen, aus dem Sinn - . Gemeint sind die lästigen Quallen, für deren starke Verbreitung in den letzten Jahren uns die Wissenschaftler einleuchtende Gründe nannten, sodass wir uns mit der Begegnung im Meerwasser bereits nahezu abgefunden hatten. Nun lesen wir in renommierten spanischen Zeitungen, dass die nächste Invasion von Quallen bevorsteht, wenn auch erst in einigen Monaten. So beobachten die Wissenschaftler des Instituts für Meereswissenschaft in Barcelona seit einigen Monaten die Bestände der „pelagia noctiluca“ an der katalanischen Küste und siehe da: sie sind reichlich vorhanden und bereiten eine massive Invasion im Sommer vor. Als „weit verbreitet“ gilt bei den Wissenschaftlern das Vorhandensein von vier bis zehn Quallen pro Kubikmeter Wasser. Die jetzt vorhandenen Exemplare wurden im Herbst letzten Jahres geboren und werden sich im Frühjahr fortpflanzen. So rechnet man damit, dass bis zu 100 Quallen pro Kubikmeter Wasser in Kürze die Regel sein könnten. Das Mar Menor weit südlich der Costa Brava ist inzwischen so verseucht, dass pro Jahr bis zu tausend Tonnen (Tonnen!) Quallen daraus entfernt werden. Einer der Gründe für die Rekordausbreitung der Quälgeister ist die Überfischung der Meere insgesamt. Denn die Plagen werden auch in Japan, Afrika, in Australien und sogar in Alaska jedes Jahr stärker. Da Fische fehlen, verlieren die Quallen ihren wichtigsten natürlichen Feind. Ausserdem ernähren sich Quallen auch von Fischeiern und Fischlarven. Eine ausgewachsene Qualle frißt 10 Jungheringe pro Stunde! Auch unter dem Plankton richten die Quallen Verwüstungen an.
Sie wurden in Pakistan ausgebildet Die 14 Männer, die Mitte Januar im Barcelonaer Stadtteil Raval unter dem Verdacht festgenommen wurden, ein blutiges Attentat in der katalanischen Hauptstadt zu planen, waren in Pakistan ausgebildet worden. Die Polizei hatte bei der Razzia nur unbedeutende Mengen Sprengstoff sichergestellt, sodass trotz tagelanger Verhöre durch die Guardia Civil der Attentatsvorwurf nicht eindeutig bewiesen werden konnte. Dann aber kam ein Mann zu Wort, der ein Zeugenschutzprogramm in Anspruch nahm und die Pläne der Verdächtigen verriet. So erfuhren die Ermittlungsbeamten, dass die Gruppe von der sogenannten „Talibanbewegung Pakistans“ unter deren Führer Maulvi Umar in Pakistan für Terrorakte ausgebildet worden war. Allerdings bestritt der Sprecher, dass man ihnen in Pakistan konkrete Anschlagsziele genannt habe. Man beschränke sich auf die Schulung und Ausbildung, die konkreten Ziele würden dann von den Terroristen selbst ausgesucht. Dass Spanien inzwischen stark ins Visier der islamischen Terrornetze gelangt ist, hängt nach Meinung von Fachleuten damit zusammen, dass Spanien Truppen in Afghanistan unterhält. Obwohl diese nicht an Kampfhandlungen teilnehmen, sondern im Gegenteil Ruhe und Wiederaufbau in diesem chaotischen Land unterstützen sollen, wird von den Rädelsführern der Terrorgruppen nicht anerkannt. Die Gefahr von Anschlägen, so die Meinung von Sicherheitsbehörden, Geheimdiensten und Polizei insgesamt, ist hierzulande weiterhin groß.
11.02.2008
Kopftuchdebatte nun auch in Spanien In Frankreich schlug sie eine Zeitlang hohe Wellen: die Frage, ob junge Mädchen islamischer Herkunft in der Schule ein Kopftuch tragen dürften. Die Antwort unter Präsident Jacques Chirac war eindeutig: nein, sie dürfen es nicht und damit basta. Frankreich ist seit der französischen Revolution ein laizistischer Staat, das heißt, Staat und Kirche sind streng getrennt, sodass die staatlichen Schulen jedes Recht haben, religiöse Symbole in ihren Schulen und Schulhöfen zu verbieten. Dem fügten sich denn auch die über fünf Millionen Einwanderer aus dem Maghreb. Der spanische Vorwahlkampf machte das Kopftuch nun auch hierzulande zum Thema. Oppositionschef Mariano Rajoy von der konservativen PP will el velo, wie das Kopftuch hier genannt wird in den öffentlichen Schulen ebenfalls verbieten. Damit hat Rajoy allerdings ein heißes Eisen angefaßt, denn in den beiden spanischen Enklaven auf marokkanischem Staatsgebiet, den Städten Ceuta und Melilla sind rund 35.000 von 75.000 schulpflichtigen Mädchen Musliminnen. Ein Kopftuchverbot dort wäre ein Sprengsatz, der die Präsenz Spaniens im Maghreb ernsthaft gefährden könnte. Wir erinnern uns an die diplomatische Krise, die im November vorigen Jahres der Besuch des spanischen Königspaares in den beiden Städten auslöste, obwohl diese administrativ gesehen zwei spanische Autonomiegebiete sind und als die Provinzen Nr. 51 und 52 gelten, während das spanische Mutterland 50 Provinzen umfaßt. Noch weniger Beifall dürfte eine weitere Idee von Mariano Rajoy finden: eine Art Punkteführerschein für die Integration der Immigranten, die in Spanien leben wollen. Der völlig unausgereifte Plan sieht vor, mit diesen Menschen einen „Integrationsvertrag“ abzuschliessen, bei dem ihnen je nach Sprach- und Landeskenntnis, Loyalität zur spanischen Verfassung und Kenntnis und Respektierung spanischer Bräuche und Gewohnheiten Punkte angerechnet oder eben auch entzogen werden können. Auf jeden Fall, so Rajoy, sollen Einwanderer, die in Spanien Straftaten verüben, schneller ausgewiesen werden und keinesfalls die spanische Staatsangehörigkeit erwerben können. AE
Abiturienten ins Ausland? Eine kürzlich mit der EU getroffene Vereinbarung sieht vor, dass Schüler aus Katalonien, die kurz vor dem Abitur stehen, ein Jahr lang im Ausland zur Schule gehen können, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.Vor allem Englisch soll dabei gewählt werden, denn es wird ernsthaft erwogen, den Unterricht in den weiterführenden Schulen so zu gestalten, dass die zukünftigen Uni-Studenten Englisch weitgehend beherrschen, auch wenn sie kein spezielles Sprachstudium anstreben. Das Programm der EU für solche Auslandsaufenthalte von Schülern umfaßt zunächst die Jahre 2007 bis 2013. In den vergangenen 13 Jahren hatten bereits 1,2 Millionen Menschen von solchen Programmen Gebrauch gemacht. Nicht gerechnet war dabei die Institution ERASMUS, die sich auf Universitätsstudenten beschränkt. Aber COMENIUS stand Schülern und Lehrern der Oberstufe von Gymnasien offen, die Stiftung LEONARDO DA VINCI Schülern der Oberstufe, Lehrern und Teilnehmern an Berufsfachschulen. Die Stiftung GRUNDVITG wiederum war für die Weiterbildung von Erwachsenen allgemein zuständig. Die meisten Anträge auf Auslandsaufenthalte betrafen die Staaten Italien, Großbritannien, Deutschland und Frankreich.
Junge Mütter Kandidaten für „Miss España“ Bisher war es undenkbar, dass eine Frau mit Kind für den Titel „Miss España“ kandidierte: die Wunschvorstellung ging noch immer von einer ganz jungen Person aus, die möglichst mager sein sollte. Das hat sich jetzt geändert. Nachdem im letzten Jahr die Kandidatin von Kantabrien in letzter Minute disqualifiziert wurde, nachdem bekannt wurde, dass sie ein Kind hatte, änderte die Wettbewerbsleitung von „Miss España“ das Reglement. Und so kommt es, dass in diesem Jahr die bildhübsche Sandra Veiga aus Kantabrien antreten darf, obwohl sie einen bereits acht Jahre alten Sohn hat und auch Miss Salamanca, Mutter eines Säuglings, wird den Laufsteg betreten, um diesen begehrten Titel zu erlangen.
Schmuckstück der Gotik zu besichtigen Am Dienstag, den 12. Februar feiern die Menschen in Barcelona den Namenstag ihrer Schutzpatronin Santa Eulalia. Aus diesem Anlaß gibt es einen Tag der Offenen Tür im Rathaus der Stadt. Und dieser Tag birgt diesmal eine wunderschöne Überraschung: eine getäfelte Decke aus dem Jahr 1401 im „Saal der Wahlen“ wurde nach sorgfältigen Restaurationsarbeiten freigelegt und kann von den Bürgern bewundert werden. Das Tafelwerk gilt als ein Juwel der Gotik und war zu einem unbekannten Zeitpunkt der Vergangenheit dunkel übermalt worden, zu schweigen von dem Staub, der sich im Laufe der Jahrhunderte abgesetzt hatte. Das Werk wurde im Jahre 1400 – also noch vor der Entdeckung Amerikas - dem anerkannten Fachmann für Tafelgemälde, Jaume Cabrera in Auftrag gegeben. Die überlieferte Notarurkunde besagt, dass die Arbeiten höchstens drei Monate dauern sollten und der Künstler als Lohn dafür 164 Pfund erhalten sollte, allerdings in mehreren Raten.
Freud und Leid im Hause Eisenführ Unsere Mitarbeiterin Angelika Eisenführ gibt ihren Lesern und zahlreichen Kunden den Tod ihrer Schwester Andrea Colomer bekannt. Die als Anna Dorothea Eisenführ Meys geborene Frau heiratete im Jahre 1962 den katalanischen Kaufmann Juan Colomer aus Gerona. Mit ihm hatte sie sechs Kinder und inzwischen auch acht Enkelkinder. Juan Colomer sah schon damals die Chancen des beginnenden internationalen Tourismus voraus und gründete mit einem Kompagnon zusammen die Hotelkette MedPlaya, die sich sehr rasch über ganz Spanien und die Kanarischen Inseln ausbreitete. Angelika Hummer- Eisenführ und ihr Ehemann Wolfgang Hummer, selbst Hotelfachleute, kamen im Jahr 1973 nach Spanien, um zwei dieser Hotels zu leiten. Dadurch wurde auch der Sohn Martin Hummer bereits in Spanien geboren. Nach dem Tod des Ehemannes begann für Andrea Colomer ein langer Leidensweg, von dem sie jetzt erlöst wurde. In derselben Woche verstarb Hans Pregler von der Werft SERVINAU. Dort hatte Angelika Eisenführ vier Jahre lang gewirkt, nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hatte und in Ampuriabrava ansässig geworden war. Bei der Trauer um die Schwester und den ehemaligen Chef, mit dem sie auch privat freundschaftlich verbunden war, kam nun ein Lichtblick in die Familie: die Nichte Astrid Eisenführ brachte in zweiter Ehe völlig unverhofft im Alter von 40 Jahren ihr erstes Kind zur Welt, einen strammen Jungen namens Luis. Die e-mail-Adresse von Angelika Eisenführ ist eisenfuehr@terra.es
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